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Tagebuch

Samstag, 6. November 1999
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07.00 Abfahrt ab Thun nach Zürich Flughafen, wo ich Muschle treffen soll. Etwas vergisst man immer. Diesmal war's die Zahnpasta; aber Muschle half mir, wie sich später herausstellte, mit einer thailändischen Tube aus.
In Bern treffe ich Peter, ein ehemaliger WK-Kollege, der sein Armeematerial nächstens abgeben darf. Er möchte wissen, wo man denn um diese Jahreszeit schon mit Schneeschuhen laufen kann (Sicher haben sich im Zug schon einige diese Frage gestellt). "Lappland" - sagte ich ihm. Er staunt nicht schlecht. "Ja aber.... es ist doch schon kalt und so...."; ja, eben!
10.00 Ich treffe Muschle. Er kauft noch sein obligates Duty-Free Deo bevor wir borden. Pünktlich der Abflug unserer Finnairmaschine mit der Flugnummer SR 8590. Im Flieger sitzen gerade mal 30 Leute im 100 - Plätzer. Der Flug bis Helsinki geht über wolkenbedeckte Gebiete und dauert knapp 2,5 Stunden. Ankunft 15.30 Lokalzeit (Richtung Finnland 1 h plus, da Zeitverschiebung). Kalt ist es noch keineswegs mit ~ 8°C. Machen erste Bekanntschaft mit Finnischen Sandwich - Preisen. Architektonisch ansprechendes Flughafenterminal, Stahl / Glas - Konstruktion und subtiler Einsatz mit Holz. Beim Baggage - claim gibt es eine Holzausstellung. Grosszügiger Empfang; schlecht aber der check - trough (Gepäckwagen - Personen - Kollisionen).
17.30 - 19.10 Pünktlicher Weiterflug Helsinki - Ivalo. Finster aber ruhig. Beim Überflug des Polarkreises schwenkt der Pilot die Maschine kurz mit dem Rumpf. Beim Anflug in Ivalo überfliegen wir den Wintersportort Saariselkä. Eine Gruppe, ~ 6 junge Schweizer, will offenbar dorthin Langlaufen gehen. Das Flugzeug rollt vor den Terminal (1 Flugzeug, 1 Terminal, Flugzeug grösser als der Terminal). Auf dem Vorfeld hat es etwa 10 cm Schnee, die Abfertingung ist einfach, unbürokratisch. Zu Fuss gehen wir die paar Meter vom Flugzeug zu unserem Gepäck. Muschle meint, uns werde wohl niemand abholen, das Kaff sei zu abgelegen. Aber dann ein bärtiger, älterer Mann mit einem grossen Zettel auf dem steht: " STRAUBHAAR" - wir sind gerettet. Der Mann spricht statt Deutsch, worauf wir uns eingestellt hatten, Englisch. Er sei Pertti, der Freund von Timo dem "Hotelbesitzer". Timo sei unverhofft im Spital wegen einem kürzlichen Herzinfarkt. Pertti erzählt uns von seinem Herzinfarkt. Sind wir im Ort der Herzinfarktpatienten gelandet? Pertti erzählt uns von seiner Flucht im 2. Weltkrieg aus dem ehemaligen Osten Finnlands. Er sei noch ein kleiner Junge gewesen, als er mit 400'000 Finnen nach Westfinnland flüchten musste.
Nach fast einer Stunde Autofahrt von Ivalo nach Lapinleuku, dem anzustrebenden kleinen Ort am Inarisee, treffen wir schliesslich, weit in der Dunkelheit, auf ein abgelegenes kleines Hüttendorf. Tina + Lisa, die beiden Köchinnen erwarten uns bereits. Unseren Schlafraum dürfen wir uns selber auswählen, denn es stellt sich schnell heraus, dass wir die einzigen Gäste sind. Alle Zimmer sind vorgeheizt mit Holzfeuer und so (uns so = Elektroheizung).
Eine reichhaltige, feine Pilzsuppe (nicht Instant, sondern mit richtig viel Pilzen drin) wartet danach auf uns. Anschliessend geht's ab in die Heja. |
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Haupthaus ohne...


...und mit Schnee


unsere Blockhütte


unsere Blockhütte 2


Hütte bei Nacht


Aussenarena


Yeppes Hütte


See 1


See 2


See 3


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